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Meet the astronomers. See where they work. Know what they know.


The Project:

The Cosmic Diary is not just about astronomy. It's more about what it is like to be an astronomer.

The Cosmic Diary aims to put a human face on astronomy: professional scientists will blog in text and images about their lives, families, friends, hobbies and interests, as well as their work, their latest research findings and the challenges that face them. The bloggers represent a vibrant cross-section of female and male working astronomers from around the world, coming from five different continents. Outside the observatories, labs and offices they are musicians, mothers, photographers, athletes, amateur astronomers. At work, they are managers, observers, graduate students, grant proposers, instrument builders and data analysts.

Throughout this project, all the bloggers will be asked to explain one particular aspect of their work to the public. In a true exercise of science communication, these scientists will use easy-to-understand language to translate the nuts and bolts of their scientific research into a popular science article. This will be their challenge.

Task Group:

Mariana Barrosa (Portugal, ESO ePOD)
Nuno Marques (Portugal, Web Developer)
Lee Pullen (UK, Freelance Science Communicator)
André Roquette (Portugal, ESO ePOD)

Jack Oughton (UK, Freelance Science Communicator)
Alice Enevoldsen (USA, Pacific Science Center)
Alberto Krone Martins (Brazil, Uni. S. Paulo / Uni. Bordeaux)
Kevin Govender (South Africa, S. A. A. O.)
Avivah Yamani (Indonesia, Rigel Kentaurus)
Henri Boffin (Belgium, ESO ePOD)

Sprache bei nationalen Astronomenkonferenzen

Hallo!

Zum Thema “Wissenschaft und Sprache” lässt sich noch einiges sagen. Dazu wird es noch ein paar Posts geben.

Zum Beispiel ist die Wahl der Sprache bei nationalen Astronomenkonferenzen immer ein Thema. Praktisch alle solchen Konferenzen gehen heutzutage in Englisch über die Bühne, selbst wenn die überwältigende Mehrheit der Teilnehmer nicht Englisch als Muttersprache hat. Auch die Treffen der Österreichischen Gesellschaft für Astronomie und Astrophysik (ÖGA²) finden immer auf Englisch und nich auf Deutsch statt. Ebenso regelmäßig wie die Hauptversammlung (alle zwei Jahre) gibt es auch eine Diskussion darüber, in welcher Sprache die Konferenz stattfinden soll. Die Einen treten für Englisch ein, weil auch immer einige nicht-deutschsprachige Wissenschafter (vor allem Post-Docs) anwesend sind; die Anderen treten für Deutsch ein, weil auch einige Amateurastronomen Mitglieder der ÖGA² sind, die nicht täglich mit Englisch zu tun haben und deswegen den Vorträgen nicht in voller epischer Breite folgen können.

Wie in meinem vorigen Post beschrieben, wäre eine Konferenz samt wissenschaftlicher Vorträgen auf Deutsch durchaus gut machbar, da die allermeisten Fachausdrücke auch auf Deutsch existieren, wenn man sie nur verwenden will. Und für die paar neueren englischen Ausdrücke ohne deutschem Gegenstück darf man auch ein wenig ins “Denglische” abgleiten. Ohne hier auf meine genauen Argumente einzugehen (das würde unter Umständen eine große Diskussion lostreten, die ich hier nicht unbedingt will), zähle ich mich zu den Befürwortern des Deutschen bei den Hauptversammlungen der ÖGA² (Überraschung Überraschung!).

Ich darf bei dieser Gelegenheit fragen, wie das bei den Kollegen in Deutschland und der Schweiz (naja, dort hat man es ja gleich mit vier nationalen Sprachen zu tun!) gehandhabt wird, und ob es überhaupt noch eine Diskussion über die Sprache bei nationalen Konferenzen gibt? Ich bin sehr interessiert!

Bis zum nächsten mal,
Stefan

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  1. florian

    In Deutschland ist es eher so, dass auch im normalen Alltag immer mehr englisch gesprochen wird. Institutsseminare und ähnliches finden selten auf deutsch statt - eben weil der Beruf mittlerweile so international geworden ist, dass nie immer nur ein komplett deutsch-sprechendes Publikum vorhanden ist.
    Ich finde das eigentlich auch gut so - man muss sich zwangsweise auf eine gemeinsame sprache einigen.

  2. Stefan Uttenthaler

    Hi Flo,
    auch in Wien sind die Arbeitsgruppen- und Instituts-Seminare meist auf Englisch. Das finde ich auch gut so. Aber da sind ja eben auch keine Amateure dabei, die auch gerne etwas verstehen moechten. Obwohl bei Seminaren schon das Problem aufgetreten ist, dass Seniorstudenten nicht ausreichend Englisch konnten. In diesen Fällen gibt es keine gemeinsame Sprache, mit der sich alle verständigen können. Was folgt ist halt ein harter Kompromiss, der aber nicht immer zugunsten von Englisch ausfallen muss.
    LG, Stefan

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